Spielregeln der P4P Turniere
P4P Spiel- und Turnierregeln Download Der Regeln
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen
2. Balleinwurf
3. Ball „im Spiel“
4. „Aus-Ball“
5. „Toter Ball“
6. Time-out
7. Drehen der Stangen
8. Beeinflussungen des Tisches
9. Hineingreifen in den Spielbereich
10. Veränderungen am Tisch
11. Ablenkung
12. Sprachliche Gepflogenheiten
13. Passen
14. Zeitlimit
15. Technisches Foul
16. Schiedsrichter
17. Ehrenkodex
18. Turnierleitung
1 Grundlagen
1.1 Ermittlung der Tischseite oder des ersten Einwurfes
Durch den Wurf einer Münze wird bestimmt, welches Team die Wahl der Tischseite oder den
ersten Einwurf hat. Das gegnerische Team muss die Wahl annehmen und zuerst münzen.
Danach wird abwechselnd gemünzt.
1.2 Üben
Hat ein Match einmal begonnen, darf kein Spieler mehr seinen Einwurf oder Schuss üben.
Weder an dem Tisch, auf dem gespielt wird, noch auf irgendeinem anderen. Diese Regel gilt
auch bei Auszeiten und zwischen den Sätzen. Üben heißt, dass sich ein Ball durch den Kontakt
mit einer Spielfigur bewegt. Beim Verstoß gegen diese Regel erfolgt eine Verwarnung im
Wiederholungsfall wird ein Technisches Foul ausgesprochen.
1.3 Seitenwechsel
Nach Ende eines jeden Satzes hat jedes Team das Recht, die Seiten zu wechseln. Ein
beiderseitiger Verzicht auf den Seitenwechsel nach einem Satz bedeutet nicht den Verzicht für
alle nachfolgenden Sätze.
1.4 Position im Doppel
Das Team, welches das Einwurfrecht hat, muss seine Position im Doppel als erstes festlegen. In
einem Doppel kann jeder Spieler an den beiden Stangen spielen, die er für sich ausgewählt hat.
Sobald der Ball im Spiel ist, muss der Spieler die Position halten, bis ein Treffer erzielt oder ein
Time-out beantragt wurde.
1.5 Reguläres Tor
Ein Ball, der die Torlinie überschreitet, wird als Tor gewertet, auch wenn er auf das Spielfeld
zurückprallt. Ein Tor, welches vergessen wurde zu stellen, kann nur so lange für sich reklamiert
werden, wie der nachfolgende Ball im Spiel ist. Wenn der nachfolgende Ball im Tor ist, sind
keine Proteste mehr erlaubt.
1.6 Spielgewinn
Das Team welches als erstes fünf Tore (bei nur einem Gewinnsatz sieben Tore) erzielt, hat den
Satz gewonnen. Das Team welches als erstes die erforderliche Anzahl an Sätzen erreicht hat
das Spiel gewonnen.
2 Balleinwurf
2.1 Korrekter Einwurf
Der Ball wird bei Matchbeginn oder nach einem Torerfolg durch das Balleinwurfloch ins Spiel
gebracht. Der einwerfende Spieler darf versuchen, den Lauf des Balles zu beeinflussen. Durch
das einwerfende Team kann jedoch kein Tor erzielt werden, bevor der Ball eine Figur berührt
hat. Dem Spieler ist es verboten, in den Spielbereich zu greifen. Als Spielbereich wird die
Fläche über dem Spielfeld bis zur Höhe der Seitenwände des Tisches bezeichnet. Bevor er aber
den Ball ins Spiel rollen lässt, ist ihm dieses erlaubt, um den Ball für den Einwurf in die richtige
Position zu bringen. Wenn dem Einwerfer dabei der Ball aus der Hand fällt, muss er ihn noch
einmal in Position bringen. Sollte er ihm ein zweites Mal aus der Hand fallen, verliert er das
Einwurfrecht an den Gegenspieler.
2.2 Spielbereitschaft
Das einwerfende Team darf den Ball nicht einwerfen, bevor das gegnerische Team seine
Spielbereitschaft bestätigt hat. Bei Verletzung dieser Regel, wird der Ball erneut von dem
Spieler eingeworfen, der ursprünglich das Einwurfrecht hatte.
2.3 Ball „im Spiel“
Der Ball muss erst das Spielfeld berühren, bevor er von einem Spieler gespielt werden darf. Von
da an wird er als „im Spiel“ betrachtet.
2.4 Einwürfe nach einem Torerfolg
Die folgenden Einwürfe während eines Satzes werden von dem Team vorgenommen, gegen
welches das letzte Tor erzielt wurde. In einem Match mit mehreren Sätzen wird der jeweils erste
Einwurf von dem Verlierer des vorhergehenden Satzes ausgeführt.
2.5 Einwurf durch ein falsches Team
Wenn der Ball vom falschen Team eingeworfen wurde, und die Verletzung bemerkt wird, bevor
der Ball im Tor ist, muss der Satz unterbrochen und der Ball vom richtigen Spieler nochmals
eingeworfen werden. Wenn der Ball im Tor ist, sind keine Proteste mehr erlaubt.
2.6 Weitere Einwürfe nach einem Regelverstoß
Wenn ein Team auf Grund eines Regelverstoßes den Einwurf erhielt, und der Ball während des
Spiels als „Aus-Ball“ oder als „toter Ball“ erklärt wird, wird von dem Spieler eingeworfen, der
das ursprüngliche Einwurfrecht, d.h. vor dem Regelverstoß, hatte.
3 Ball „im Spiel“
3.1 Ball „im Spiel“
Ist der Ball eingeworfen, muss er auch „im Spiel“ verbleiben, es sei denn, er wird als „Aus-
Ball“ oder als „toter Ball“ erklärt, oder es wird ein Tor erzielt.
3.2 Ball im Einwurfloch
Ein Ball, der in das Einwurfloch hineinrollt, und von selbst wider auf das Spielfeld zurückkehrt,
wird als „im Spiel“ betrachtet.
4 „Aus-Ball“
4.1 Ball außerhalb des Spielbereiches
Der Ball gilt als „Aus-Ball“, wenn er irgendeinen Gegenstand außerhalb des Spielbereiches berührt.
Er wird im Verteidigungsbereich des ursprünglich einwerfenden Teams wieder ins Spiel gebracht.
Dazu wird der Ball an einer Figur der 2-er Stange positioniert; anschließend muss das gegnerische
Team seine Spielbereitschaft bestätigen, und der Ball muss von einer Figur zu einer zweiten bewegt
und dort für eine Sekunde gestoppt werden, bevor ein Schuss oder Pass ausgeführt werden darf
(entsprechend zur Fortsetzung des Spiels nach einem Time-out- siehe Regel 6.9).
4.2 Der „Heber“
Ein so genannter „Heber“ (kontrollierter Schuss vom Verteidigungsbereich über die Köpfe der
Männchen hinweg) ist limitiert auf maximal zwei „Heber“ pro Satz und einen „Heber“ pro Ball.
Ein „Heber“ ist dann gegeben, wenn der Ball mindestens die 3-er Stange des Gegners
überquert. Die Strafe für einen unberechtigten „Heber“ ist das Technische Foul. Ein Ball, der
durch einen „Heber“ vom Tisch geschossen wird, wird vom Gegner eingeworfen.
5 „Toter Ball“
5.1 Der Ball liegt „tot“
Ein Ball wird für „tot“ erklärt, wenn er absolut stilliegt und von keiner der Figuren mehr
erreicht werden kann.
5.2 „Toter Ball“ zwischen Tor und nächster 2-er Stange
Wird der Ball zwischen einem Tor und der nächsten 2-er Stange als „tot“ erklärt, wird er in die
nächstliegende Ecke gelegt, und ins Spielfeld gerollt. Wird das Spiel auf diese Weise wieder
aufgenommen, muss das gegnerische Team seine Spielbereitschaft bestätigen.
Der ballführende Spieler muss den Ball von einer Figur zu einer zweiten bewegen und an dieser
für eine Sekunde stoppen, bevor ein Schuss oder ein Pass ausgeführt wird. Das Zeitlimit (vgl
Regel 14) beginnt eine Sekunde nachdem der Ball den zweiten Mann berührt hat, zu laufen.
5.3 „Toter Ball“ zwischen den 2-er Stangen
Wird der Ball zwischen den beiden 2-er Stangen als „tot“ erklärt, wird er von dem Team, das
ursprünglich das Einwurfsrecht hatte, wieder ins Spiel gebracht,
wie in Regel 4.1 beschrieben.
5.4 Spielverzögerungen
Ein Ball, der absichtlich „tot“ gelegt wird, wird dem gegnerischen Team zugesprochen, welches
ihn neu einwerfen kann.
5.5 Beeinflussungen eines „toten“ Balles
Beeinflusst ein Spieler einen „toten Ball“ (z.B. Schlagen, Pusten, Biegen der Stange, etc.), hat
der Gegner die Möglichkeit, entweder das Spiel fortzusetzen oder den Ball neu einzuwerfen.
6 Time-out
6.1 Time-out zwischen den Sätzen
Zwischen den Sätzen sind keine Time-outs erlaubt. Es gibt eine Höchstpause von 60 Sekunden
zwischen den Sätzen. Wenn beide Teams zustimmen, dass sie spielbereit sind, bevor die volle
Zeit vorbei ist, wird weitergespielt. Der Rest der 60 Sekunden ist dann verloren.
6.2 Time-out während eines Satzes
Jedem Team stehen zwei Time-outs pro Satz zu, während denen es den Tisch verlassen darf.
Das Time-out darf 30 Sekunden nicht überschreiten. Jedes Team darf nur ein Time-out pro Ball
verlangen. Vor einem Balleinwurf nach einem regulärem Tor kann von jedem Team ein Timeout
genommen werden. Es gilt beim Zählen der Time-outs für den nachfolgenden Ball.
6.3 Time-out während der Ball „im Spiel“ ist
Bei einem „Aus-Ball“ oder einem „toten Ball“ kann kein Team ein Time-out verlangen.
Während der Ball „im Spiel“ ist, ist nur der Spieler im Ballbesitz berechtigt, ein Time-out zu
nehmen. Ein Time-out kann nur verlangt werden, wenn sich der Ball nicht bewegt.
6.4 Time-out Strafen
Nimmt ein Spieler die Hände von den Griffen und wendet sich vom Tisch ab, während der Ball
„im Spiel“ ist, ist das Team mit einem Time-out zu bestrafen. Eine regelwidrige Verzögerung
des Spiels ist mit einem Time-out zu bestrafen.
6.5 Unberechtigtes Time-out
Wenn ein Team ein unberechtigtes Time-out verlangt oder durch eine Time-out Strafe die dem
Team zustehende Zahl der Time-outs überschritten wird, ist das Team automatisch mit einem
Technischen Foul zu belegen.
6.6 Zeitüberschreitung des Time-outs
Sollte das Time-out ohne Zustimmung der Turnierleitung oder des Schiedsrichters 30 Sekunden
überschreiten, wird das Team, welches die Verzögerung verursacht hat, mit einem Technischen
Foul belegt.
6.7 Bewegen des Balles während eines Time-outs
Während eines Time-outs ist es den Spielern ohne Erlaubnis des Schiedsrichters verboten, den
Ball zu berühren, da dies als Üben (siehe Regel 1.2) angesehen werden kann. Ein Verstoß gegen
diese Regel führt zum Verlust des Ballbesitzes und einer Verwarnung. Der Ball wird vom
gegnerischen Team wieder eingeworfen.
6.8 Positionswechsel
Während eines Time-outs können innerhalb beider Teams die Positionen gewechselt werden
(ausgenommen Punkte 6.10 bis 6.12 und 10.2 bis 10.3). Das Team, welches im Ballbesitz ist
muss seine Position im Doppel als erstes festlegen.
6.9 Nach einem Time-out
Vor der Wiederaufnahme des Spiels muss der Gegner seine Spielbereitschaft bestätigen. Ein
Aufheben bzw. Verändern der Position des Balles vor Wiederaufnahme kann abgelehnt werden
(Beispiel: Der Ball liegt gefährlich nahe am Rand des Tores).Der ballführende Spieler muss den
Ball von einer Figur zu einer zweiten bewegen und an dieser für eine Sekunde stoppen, bevor
ein Schuss oder ein Pass ausgeführt wird. Bei Verletzung dieser Regel darf der Gegner wählen,
ob er weiter spielen oder den Ball einwerfen will.
6.10 Schiedsrichter-Time-out
Tritt während des Matches eine Regelfrage auf, kann ein Team ein Time-out verlangen, um
einen Schiedsrichter anzufordern. Dieses Time-out zählt nicht zu den zweien die pro Satz
erlaubt sind. Ein Schiedsrichter muss bei der Turnierleitung angefordert werden, und kann nicht
abgelehnt werden. Bei einem Schiedsrichter-Time-out ist kein Positionswechsel möglich.
6.11 Time-out zur Wartung des Tisches
Alle notwendigen Tischwartungen (Beispiel: Festschrauben der Figuren, etc.) müssen vor dem
Match durchgeführt werden. Während des Matches kann ein Time-out zur Wartung des Tisches
nur dann verlangt werden, wenn eine plötzliche Veränderung am Spieltisch eintritt (Beispiel:
gebrochene Figur, etc.). Ein Time-out zur Tischwartung zählt nicht zu den zwei pro Satz
erlaubten Time-outs.
6.12 Medizinisches Time-out
Ein Spieler kann ein Time-out aus medizinischen Gründen beantragen. Es muss von der
Turnierleitung genehmigt werden. Die Turnierleitung legt die Länge des Time-outs fest. Ein
Spieler, der physisch nicht in der Lage ist, das Spiel nach der Verletzungspause zu beenden,
muss aufgeben. Wird der Wunsch nach einem medizinischen Time-out abgelehnt, so kann der
beantragende Spieler mit einem Time-out belegt werden. Üblicherweise werden medizinische
Time-outs nur gewährt, wenn diese durch Unfälle oder unerwartete Verletzungen während des
Spiels entstehen.
7 Drehen der Stangen
7.1 Drehen mit Ballberührung
Das Drehen der Stangen ist regelwidrig. Drehen bedeutet die Rotation irgendeiner Figur um
mehr als 360° Grad vor oder nach einer Ballberührung. Ein Ball, der durch regelwidriges
Drehen bewegt wird, ist folgendermaßen zu wiederholen:
a) Trifft der Ball ins Tor: das Tor wird nicht gezählt, das Einwurfrecht geht an den Gegner über.
b) Trifft der Ball nicht ins Tor: der Gegner hat die Möglichkeit, das Spiel fortzusetzen oder den
Ball neu einzuwerfen.
7.2 Drehen ohne Ballberührung
Das Drehen einer Stange ohne Ballberührung, bedeutet kein regelwidriges Drehen, kann aber
als Ablenkung gewertet werden. Wenn ein Spieler durch Drehen ein Eigentor schießt, wird das
Tor für den Gegner gewertet.
7.3 Sonstiges Drehen
Sollte eine Spielfigur einer nicht umgriffenen Stange getroffen werden und es dadurch zu einem
Drehvorgang kommen, wird dies nicht geahndet.
8 Beeinflussungen des Tisches
8.1 Beeinflussung des Tisches
Jedes Rütteln, Rutschen oder Anheben des Tisches ist verboten. Ob dies mit Absicht geschieht
oder nicht, ist hierbei nicht relevant. Die Entscheidung, ob ein Regelverstoß und insbesondere
übertriebene Härte vorliegt, muss ein Schiedsrichter treffen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob ein
Team ein Ball verloren geht oder nicht. Wenn bei einer Beeinflussung des Tisches keine
übertriebene Härte vorliegt, entscheidet der Schiedsrichter von wo das Spiel weitergeführt wird.
Übertriebene Härte wird auch geahndet wenn der Ball nicht im Spiel ist. (z.B. Nachschlagen der
Stangen nach einem Torerfolg). Die Strafe hierfür ist eine Verwarnung. Zudem kündigt der
Schiedsrichter an, dass im Wiederholungsfall ein ansonsten gültig erzieltes Tor aberkannt wird
und das gegnerische Team „Technisches Foul“ zugesprochen bekommt.
8.2 Strafen für Übertriebene Härte
Bei Missachtung dieser Regel gilt folgendes:
Beim ersten Verstoß erhält das Team eine Verwarnung. Der Schiedsrichter entscheidet von wo
das Spiel weitergeführt wird. Jeder weitere Verstoß wird mit einem Technischen Foul geahndet.
8.3 Berühren einer gegnerischen Stange
Jegliches Berühren der gegnerischen Stangen wird genauso bestraft, wie die Beeinflussung des
Tisches.
9 Hineingreifen in den Spielbereich
9.1 Ball „im Spiel“
Ein Spieler darf nicht ohne Erlaubnis des Gegners in den Spielbereich greifen, während der Ball
„im Spiel“ ist. Die Verletzung dieser Regel wird mit einem Technischen Foul bestraft. Berührt
ein Spieler den „im Spiel“ befindlichen Ball in seinem Abwehrbereich, erhält der Gegner ein
Tor, und der Ball wird so eingeworfen, als ob ein reguläres Tor erzielt wurde. Ein über dem
Spielbereich fliegender Ball zählt als „im Spiel“.
9.2 Ball nicht „im Spiel“
Wenn sich kein Ball im Spielbereich befindet, ist es jedem Spieler erlaubt, in den Spielbereich
zu greifen (Beispiel: Entfernung von Ballspuren)
9.3 Zustimmung
Es ist immer erlaubt, in den Spielbereich zu greifen, wenn der Gegner zustimmt.
10 Veränderungen am Tisch
10.1 Veränderungen am Tisch.
Kein Spieler darf Veränderungen vornehmen, welche die Spieleigenschaften des Tisches
beeinflussen. Bei Missachtung dieser Regel kann eine Disqualifikation ausgesprochen werden.
10.2 Abgebrochene Figur
Sollte eine Figur abbrechen, während sie den Ball berührt, wird das Spiel an dieser Stelle wie
nach einem Time-out fortgeführt.
10.3 Fremdkörper auf dem Tisch
Fällt ein Gegenstand auf das Spielfeld, muss das ballbesitzende Team das Spiel anhalten, damit
der Gegenstand entfernt werden kann. Es darf sich nichts am Tischrand befinden, was in das
Spielfeld fallen könnte. Trifft der Ball einen Gegenstand, der ins Spielfeld gefallen ist, gilt er als
„aus dem Spiel“ und ist wieder ins Spiel zu bringen, als ob er für „tot“ erklärt wurde.
11 Ablenkung
11.1 Bewegungen und Geräusche
Jegliche Bewegungen und Geräusche, die abseits der Stange ausgeführt werden, an der sich der
Ball gerade befindet, können als Ablenkung gewertet werden. Auch lautes Schnaufen, Husten
Röcheln sowie das Sprechen zwischen Mitgliedern eines Teams, während der Ball „im Spiel“
ist, kann als Ablenkung gewertet werden. Ob die Aktion eines Spielers als unsportliche
Ablenkung gewertet wird, liegt im Ermessen des Schiedsrichters.
11.2 Hände an den Griffen
Ein Schuss oder Pass kann als Ablenkung gewertet werden, wenn ein Spieler nicht mit beiden
Händen Griffberührung hat. Ein Spieler darf jedoch seine Hände von den Griffen nehmen, um
sie vor einem Schuss abzuwischen, solange es nicht länger als drei Sekunden dauert. Wenn sich
der Ball in Schussposition befindet, beginnt das Zeitlimit ( Regel 14) zu laufen, auch während
sich der Spieler die Hände abwischt. Vor einem Schuss müssen wieder beide Hände mindestens
eine Sekunde Griffberührung haben.
11.3 Strafen
Wird durch die Verletzung dieser Regel ein Tor erzielt, zählt dieses nicht. Der Gegner erhält den
Einwurf. Wurde kein Tor erzielt, kann der Gegner weiter spielen oder den Ball neu einwerfen.
12 Sprachliche Gepflogenheiten
12.1 Kommentare
Unsportliche Kommentare, die direkt oder indirekt von Spielern abgegeben werden, sind nicht
erlaubt.
12.2 Fluchen/Beleidigung
Den Spielern ist es untersagt, zu fluchen oder Personen zu beleidigen.
12.3 Coaching
Die Aufstellung von einem Coach, der während des Matches akustische oder optische Zeichen
gibt, ist untersagt. Das Coaching während der Time-outs und zwischen den Sätzen ist jedoch
erlaubt.
12.4 Strafen
Die Strafe für die Missachtung der Regeln 12.1 und 12.2 ist ein Technisches Foul, in
besonderen Fällen kann auch die Verweisung aus dem Turniersaal erfolgen. Dies gilt für Spieler
und Zuschauer. Die Strafe für die Missachtung der Regeln 12.3 ist beim ersten Verstoß eine
Verwarnung. Bei erneutem Verstoß wird gegen das gecoachte Team ein Technisches Foul
ausgesprochen. Der Schiedsrichter kann bereits beim ersten Verstoß den Coach auffordern, den
unmittelbaren Spielbereich zu verlassen.
13 Passen
13.1 Gestoppter Ball
Ein gestoppter Ball, ist ein Ball, der sich in Reichweite einer Figur nicht bewegt.
13.2 Pass
Ein Pass ist dann gegeben, wenn die erhaltende Reihe den Ball berührt. Wird aus dem
Abwehrbereich ein Schuss abgeben, bei dem der Ball die 5-er Stange berührt, gilt dies nicht als
Pass, solange der Ball nicht in Reichweite der 5-er Stange liegen bleibt oder kontrolliert weiter
gespielt wird.
13.3 Eingeklemmter Ball
Wird ein Ball eingeklemmt oder gestoppt, darf er nicht direkt als Pass weiter gespielt werden.
Er muss mindestens eine weitere Figur berühren, bevor er gepasst werden darf
13.4 „Abgequetschter“ Pass
Ein Pass, bei dem der Ball unabsichtlich abgequetscht wird, ist erlaubt. Dazu zählen auch die 1-
Figuren Pässe, die unmittelbar beim Kampf um den Ball entstehen. Die Entscheidung ob ein
„Unabsichtliches Abquetschen“ vorliegt, liegt im Ermessen des Schiedsrichters.
13.5 Bandenpass
Der Pass Figur - Bande – gleiche Figur - Durchspiel ist verboten.
13.6 Pass auf die 3-er Stange
Ein Pass aus dem Abwehrbereich auf die 3-er Stange ist immer erlaubt.
13.7 Freier Ball
Wurde der Ball einmal von der 2-er Stange oder dem Torwart abgegeben und berührt eine
gegnerische Figur, gilt dieser Ball nicht mehr als Pass und kann von jeder Figur aufgefangen
werden.
13.8 Strafe
Verletzt ein Team eine der obigen Passregeln, kann der Gegner das Match fortsetzen oder neu
einwerfen.
14 Zeitlimit
14.1 Zeitlimit an einer Stange
Der Besitz des Balles im Abwehrbereich sowie an der 3-er Stange ist auf 15 Sekunden begrenzt,
auf der 5-er Stange auf 10 Sekunden. Innerhalb dieser Zeit muss der Ball an eine Figur des
Gegners oder daran vorbei gespielt werden.
14.2 Drehender Ball
Ist ein sich drehender Ball in Reichweite einer Stange, gilt er als Besitz dieser Stange.
14.3 Strafe
Die Strafe für Zeitüberschreitung ist der Verlust des Ballbesitzes. Der Gegner erhält das
Einwurfrecht.
14.4 Reset
Wird der Ball beeinflusst, wenn ein Spieler den Ball angehalten und zum Schießen vorbereitet
hat, ruft der anwesende Schiedsrichter „Reset“ und stellt die Uhr zurück. Das Zeitlimit (14.1)
für den Besitz des Balles beginnt von vorne. Der Reset-Ruf des Schiedsrichters bewirkt keine
Unterbrechung des Spiels. Der ballführende Spieler muss den Ball nicht von einer Figur zu
einer zweiten bewegen. Der verteidigende Spieler sollte deshalb nicht in seiner Aufmerksamkeit
nachlassen und verteidigungsbereit bleiben. Bei wiederholten Verstößen kann eine Verwarnung
bzw. ein Technisches Foul ausgesprochen werden.
15 Technisches Foul
15.1 Verhängung eines Technischen Fouls
Wenn nach der Entscheidung eines autorisierten Schiedsrichters oder der Turnierleitung eines
der Teams diese Regeln verletzt, kann eine Verwarnung bzw. ein Technisches Foul
ausgesprochen werden. Eine ausgesprochene Verwarnung zählt für das Team. Bei jedem
weiteren Regelverstoß, der eigentlich eine Verwarnung zur Folge hat, wird automatisch ein
Technisches Foul verhängt.
15.2 Ausführung eines „Technischen Fouls“
Bei einem Technischen Foul wird das Match unterbrochen. Das gegnerische Team erhält den
Ball auf der 3-er Stange, und darf einen Torschuss ausführen. Hierbei müssen die nicht
beteiligten Doppelpartner den Tisch für die Dauer des Schusses verlassen. Sobald der Ball den
Abwehrbereich des Gegners verlässt, gehalten wurde oder ein Tor erzielt wurde, ist der
Technische Foulschuss beendet. Auch wenn der Spieler den Ball nach Freigabe des Technischen
Fouls verliert, so gilt der Schuss als beendet. Nach dem Technischen Foul wird das Spiel
wieder angehalten. Der Ball wird an der Stelle wieder ins Spiel gebracht, an der das Technische
Foul ausgesprochen wurde, egal ob es ein Treffer war oder nicht. War der Ball in Bewegung,
wird er ins Spiel gebracht, als ob er an dieser Stelle für „tot“ erklärt wurde.
15.3 Satz- bzw. Matchverlust
Da es für verschiedene Regelverstöße Technisches Foul geben kann, wurde der Satz- bzw.
Matchverlust wie folgt geregelt.
1. Technisches Foul
2. Technisches Foul
3. Technisches Foul
4. Technisches Foul = Satzverlust
5. Technisches Foul
6. Technisches Foul
7. Technisches Foul = Satzverlust
8. Technisches Foul
9. Technisches Foul = Matchverlust
16 Schiedsrichter
16.1 Schiedsrichter anfordern
Jeder Spieler kann jederzeit vor oder während eines Matches einen Schiedsrichter anfordern.
16.2 Kein Schiedsrichter anwesend
Wenn Schwierigkeiten bei einer Regelinterpretation auftreten und kein Schiedsrichter anwesend
war, muss der angeforderte Schiedsrichter die gerechteste Entscheidung treffen, die möglich ist.
16.3 Schiedsrichter anwesend
Die Entscheidung eines anwesenden Schiedsrichters ist endgültig. Diskussionen mit einem
